Es gibt Menschen, für die ist die Showtreppe der Ort, an dem sie sich am wohlsten fühlen. Sie blühen dort förmlich auf und genießen es, sich zu zeigen und darzustellen. In der extremsten Form spricht man von der ‘Rampensau’ und diese duldet neben sich in erster Linie Stichwortgeber, Bewunderer und lebende Requisiten. Für die Moderation von Veranstaltungen und Podien ist diese Spezies selten gefragt. Zwar sind ein gesundes Maß an Extrovertiertheit und die Bereitschaft zur Wortführerschaft für diese Aufgabe durchaus von Bedeutung, wichtiger aber sind die Fähigkeit zur Beobachtung und Steuerung der Kommunikation. Vor allem Empathie, Aufmerksamkeit und gute Vorbereitung sind wichtige Faktoren für eine gute Moderation.
Medien und Showgeschäft liefern in Punkto Moderation keine guten Vorbilder. Selbstdarstellung, Polarisierung und ein je nach Format variierender Anteil an Chaos sind besonders im TV das Futter für die Quote. Wer aber andere Menschen ins Gespräch bringen will, darf nicht selbst am meisten reden und muss trotzdem lenkend präsent sein. An dieser Stelle ist Eitelkeit natürlich kein guter Berater, vielmehr ist der Moderator darin gefordert, auch mal über sich selbst lachen und sich zurückzunehmen zu können.
Alle, die jetzt Moderation für eine stocktrockene, technische, ja ‘verkopfte’ Angelegenheit halten, können beruhigt werden. Selbstverständlich sind Emotionen, Humor und Spannung das Salz in der Suppe und jede Veranstaltung braucht einen auf Anlass oder Thema abgestimmten Moderationsstil. Die ganze Bandbreite dessen, was an guter Moderation möglich und bei IDEAS abrufbar ist, wird zwischen der IDEAS-Netzwerkpartnerin Goldi Bettinger und dem Autor dieses Beitrags dokumentiert.










